Lüftung

... hier ein paar Tipps zum Lüften

Laden Sie sich hierzu auch die gute Abhandlung von Minol zu diesem Thema als pdf vom Netz. Wir meinen, "nur dämmen" ist nicht alles und alle Erfahrungen zeigen die Notwendigkeit von Hintergrundwissen der Fach-Handwerker und Fach-Verwalter. Vertrauen Sie auf uns!

Wie nie zuvor werden in vielen Wohnungen im Winter Erscheinungen beobachtet, die das Wohlbefinden und die Gesundheit der Bewohner beeinträchtigen und zu Schäden an der Bausubstanz führen. An Außenwänden, vornehmlich von Bädern, Küchen und Schlafzimmern entstehen feuchte Stellen und Stockflecken.

Die erste Vermutung, nach der von außen eindringendes Wasser diesen Mißstand hervorruft, ist fast immer falsch, die Feuchtigkeit kommt vielmehr von innen.

Dies ist heute vielmehr zu beobachten als früher. Früher hatte man keine dichten Fenster und Türen, so daß immer ein Luftzug für Be- und Entlüftung sorgte. Heute verhindern die superdichten Fenster und Türen diese Zwangsbelüftung. Wir vergessen, daß nur warme Luft die Feuchtigkeit des Raumes aufnehmen kann. Kalte Luft, wie in den nicht geheizten Räumen oder in deckenhoch gefliesten Bädern, die keine Wandatmung mehr zulassen, schlägt sich an den Wänden nieder, da der Putz diese Feuchte gerne speichert. Wenn dann die warme Raumluft fehlt, die diese Feuchtigkeit wieder aufnehmen kann, bleibt die nasse Ecke für Schimmel und Sporen der ideale Nährboden. Die Bemühungen zur Energieeinsparung dürfen, so wichtig sie sind, nicht soweit getrieben werden, daß Bauschäden entstehen.
Was können sie dagegen tun:

  1. Heizen Sie auch solche Räume ausreichend, die Sie nicht ständig benutzen oder in denen Sie etwas niedrigere Temperaturen vorziehen.
  2. Die Temperatur der inneren Oberflächen von Außenwänden sollte 17 Grad nie wesentlich unterschreiten. Dies ist dann leichter sicherzustellen, wenn Möbelstücke nicht zu dicht an der Wand stehen. Ein Abstand von mind. 10cm ermöglicht erst die notwendige Zirkulation der Raumluft.
  3. Die Wärmeabgabe von Heizkörpern sollte nicht durch Verkleidungen oder lange Vorhänge behindert werden.
  4. Die Türen zu weniger beheizten Räumen sind nach Möglichkeit geschlossen zu halten; deren Temperierung ist Aufgabe des örtlichen Heizkörpers. Andernfalls dringt mit der wär-meren Luft aus Nebenräumen zu viel Feuchtigkeit ein. Desgleichen sind größere Blattpflanzen besser in vollbeheizten Räumen untergebracht.
  5. Soweit bei Ihnen die eingangs beschriebenen Probleme auftreten, sollten Sie sich vielleicht von den an den Heizkörper hängenden Verdunstungsgefäßen trennen. Vor allem bei fugendichten Fenstern können sie dazu bei-tragen, zusammen mit anderen Feuchtigkeitsquellen, die genannten Risiken zu erhöhen.
  6. Widmen Sie der Raumlüftung besondere Aufmerksamkeit. Sie dient nicht nur dem Ersatz von verbrauchter Luft durch frische, sondern in starkem Maße der Abführung dampfförmigen Wassers, dessen Menge sich je nach Wohnungsgröße und Nutzungsin-tensität durchaus mit 10, 20 oder gar 30 Litern pro Tag vorstellen können.
  7. Beim Lüften geht Heizenergie verloren. Dies muß jedoch im Interesse gesunder raumklimatischer Verhältnisse und zum Schutz des Baukörpers hingenommen werden. Worauf es ankommt, ist diesen Verlust bei ausreichendem Luftwechsel gering zu halten. Öffnen Sie deshalb die Fenster und Türen weit; schaffen Sie nach Möglichkeit Durchzug. Nach 5 allenfalls 10 Minuten haben Sie die verbrauchte, feuchte Luft durch trockene Frischluft ersetzt, die nach ihrer Erwärmung wieder viel Wasserdampf aufnehmen kann. Der große Vorteil dieser Lüftungsart ist darin zu sehen, daß mit der verbrauchten Luft nur wenig Wärme entweicht. Die in den Wänden und Einrichtungsgegenständen gespeicher-ten, viel größeren Wärmemengen bleiben im Raum und tragen dazu bei, die Frischluft nach dem Schließen der Fenster wieder schnell auf die gewünschte Temperatur zu bringen.
  8. Jede Dauerlüftung durch spaltbreites Offen-halten der Fensterflügel kostet unverhält-nismäßig mehr Energie und sollte daher während des Heizbetriebes unterbleiben. Ein einmaliges, gegebenfalls längeres tägliches Lüften genügt nach heute, nach Abdichtung aller Fugen und Spalten, im allgemeinen nicht mehr. Je nach Nutzung muß die geschilderte Stoßlüftung bis zu dreimal wiederholt werden.
  9. Ratsam ist schließlich, die beim Kochen oder Duschen in verhältnismäßig kurzen Zeitspannen freigesetzten großen Wasserdampfmengen sofort nach außen abzuleiten. Sie sollten daran gehindert werden, sich über offene Türen in der ganzen Wohnung zu verteilen.
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